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Donnerstag, 25. September 2014

Porsche Carrera 4 GTS Cabrio - Fahrbericht



Nun bin ich ihn gefahren, den Carrera 4 GTS Cabrio, hier mein wie immer subjektiver Fahrbericht.

Mir gefällt die Form des 997 immer noch besser als der 991, obwohl ich mich immer mehr an den Neuen gewöhne. Das Interieur enthält für mich etwas zuviel (VW?) Plastik, passt nicht zu der Preisklasse. Die Alcantara Ausstattung finde ich schön, das Lenkrad liegt gut in der Hand und im Sitz rutscht man keinen Millimeter. Überhaupt bieten die Seriensitze einen sehr guten Halt und ausreichend Komfort für längere Strecken. Ich hatte auch mehr das Gefühl im und nicht auf dem Auto zu sitzen.

Offen und mit Windshot hatte ich nicht mehr Verwirbelungen bei >250 km/h als im BMW, nur etwas lauter kam es mir vor. Als iDrive Fan der ersten Stunde finde ich die vielen Knöpfchen und das TouchScreen Display nicht so prickelnd.

Dass Porsche weit weniger elektronischen Schnickschnack hat wie BMW ist klar und muss akzeptiert werden, Dinge wie Head Up Display, Abstandsradar, Spurwechselwarner usw. gibt's einfach nicht. Wobei, brauchen tue ich das ja nicht wirklich.

Diesen rauhen 911er Sound finde ich einfach schön, die Sportabgasanlage hört sich vor allem mit offener Klappe einfach geil an. Aber man kann ihn auch ganz ruhig fahren, kein ständiges Dröhnen oder röcheln. Gas geben im Tunnel konnte ich nicht unterdrücken.

Das PDK schaltete im Automatikmodus sehr müde, was wohl an der gemütlichen Fahrweise des Vorbesitzers lag, die Automatik sei lernfähig und würde sich dem Fahrer anpassen, meint der Verkäufer. Natürlich nicht von heute auf morgen, ich müsste der Automatik also meine Fahrweise eine zeitlang zeigen und dann würde er auch im Automatikmodus so schalten wie es das DKG im Sportmodus jetzt macht. Im manuellen Schaltmodus gefielen mir die Schaltwippen, links runter und rechts rauf wie vom BMW M gewohnt. Das PDK schaltet sehr schnell, vor allem im Sport plus Modus haut er die Gänge ähnlich hart rein wie im BMW M bei kürzester Schaltzeit - Getriebe und Hinterachse lassen grüßen.

Was die PS Leistung betrifft so ist der Unterschied zu meinen sonstigen Fahrzeugen natürlich nicht so hoch. Der Sauger braucht mehr Drehzahl bis er so richtig auf Touren kommt, da hängt der BMW von unten heraus besser am Gas. In der Elastizität kam er mir allerdings um einiges schneller vor, vor allem bekam ich das Tempo ohne Blick auf den Tacho gar nicht so mit, ich war schon weit schneller als ich dachte, so durfte ich vor einer Kurve dann auch mal etwas stärker in die Bremse steigen, was mir gleich einen Kommentar von Wolfgang einbrachte "jetzt gewöhn Dich doch erst mal an das Auto". Geht also doch ganz schön was vorwärts, nur merkte ich es kaum. Auch beim Beschleunigen merkte ich deutlich, dies ist trotz Allrad in erster Linie ein Heckler, da rührte sich hinten was, wobei das Auto immer immer gutmütig blieb.

Was mir richtig viel Spaß machte, sind die Kurven. Hier beißt sich der GTS richtig rein und fährt wie auf Schienen durch. Die Rückmeldung kommt prompt und die Lenkung ist exakt. Eine von anderen beschriebene Tendenz zum Untersteuern durch den breiteren Radstand hinten, kann ich nicht bestätigen, liegt aber vielleicht auch an meiner runden Fahrweise. Insgesamt finde ich den GTS sportlicher als den 991 S, den ich letztes Jahr am Bilster Berg getestet habe, der 991 ist das ausgewogenere Fahrzeug.

Mein Fazit; Beschleunigungsmäßig müsste ich ganz schön Gas geben um mit M3/M4 mithalten zu können, in den Kurven sehe ich dagegen deutliche Vorteile, der klassische 911er Sound gefällt mir besser, ebenso das Exterieur.

Ich hätte ihn am liebsten sofort mitgenommen!



Samstag, 12. April 2014

Richtig sitzen und lenken





Wenn es darum geht Fahrgemeinschaften zu bilden nehme ich gerne jemanden mit, vermeide es aber bei anderen mitzufahren. Was heißt, ich fahre bis auf wenige Ausnahmen selbst. Das hat nichts damit zu tun, dass ich alle Anderen pauschal für schlechte Autofahrer halte, ich denke eben, dass ich im Fall der Fälle in einer Notsituation noch die besten Chancen zur Schadenbegrenzung habe bzw. in eine solche erst gar reinkomme.


Außerdem fühle ich mich nur bei wenigen Fahrern als Beifahrer wohl. Das beginnt bei den meisten schon bei ihrer Sitz- bzw. Liegeposition, die Beine kommen gerade noch so an die Pedalen und die Arme sind durchgestreckt, Hauptsache bequem und gemütlich. Dazu kommen dann noch abenteuerliche Lenkradhaltungen und Lenktechniken.


Natürlich könnt ihr mit jeder Sitz- und Lenktechnik irgendwie von A nach B kommen, solange euch nichts plötzlich dazwischen kommen, denn eine Notsituation lässt sich nicht lässig mit dem kleinen Finger lösen. Wer nicht weiß wie man richtig sitzt, dem wird es in dem immer noch aktuellen Video (https://www.youtube.com/watch?v=Kmyzcj-TTHI) aus den 80ern schön erklärt.

Manche Autos passen nicht optimal zu jeder Körperlänge, daher müsst ihr einen Kompromiss finden und im Zweifel sitzt ihr besser etwas zu nah an den Pedalen als zu weit weg.

An eine neue, zunächst unbequem empfundene Sitzposition gewöhnt ihr euch innerhalb von einer Woche, beim richtig lenken müsst ihr mindestens 8 Wochen konzentriert richtig lenken bei jeder Fahrt üben, erst dann geht die neue Lenktechnik langsam in einen Automatismus über.

Wie bereits gesagt, es geht beim Autofahren um die Notsituationen, die kommen in aller Regel so plötzlich, dass ich nicht noch schnell meinen Sitz korrigieren kann, ja noch nicht einmal mehr meine Hände in die Grundposition 9 Uhr - 3 Uhr bringe wenn sie gerade ganz woanders waren. Ich fahre auch nicht ständig mit zwei Händen am Lenkrad, aber die eine die sich am Lenkrad befindet, die ist auf 9 oder 3 Uhr.

Ich finde, richtig sitzen und lenken zu üben lohnt sich, denn jede Notsituation kann teuer werden, weh tun oder gar die letzte sein.







Freitag, 11. April 2014

Hallo und willkommen!

Meine Beobachtungen, Erfahrungen und Erlebnisse im öffentlichen Straßenverkehr bewegten mich zu diesem Blog rund um's Thema Autofahren.


Man kann ein Auto nicht wie einen Menschen behandeln,
ein Auto braucht Liebe.
(Walter Röhrl)


Ich gehöre zu den FahrerInnen die ihr Auto einigermaßen beherrschen und dass obendrein als Blondine, daher der Titel "Blondine am Steuer". Ich war viele Jahre bei BMW Driving Experience als Instruktorin für Auto- und Motorradtrainings tätig. Dazu fuhr ich noch aktiv Rundstreckenrennen in der MINI Challenge und trainiere heute Privatsportfahrer auf Rennstrecken und übernehme auch mal die Präzisionsfahrten (Stunts) für Filmproduktionen, wie für diesen BMW M5 Videospot hier:


Während ich also mit Fahrdynamik und Fahrphysik etwas vertraut bin, treffe ich auf der Straße meistens auf Autofahrer die zwar irgendwie von A nach B kommen aber im Grunde keine Ahnung von dem haben was sie tun. Und dabei denken sie, sie können's und sehen überhaupt keinen Grund sich mit ihren Fahrkünsten mal kritisch auseinander zu setzen, im Zweifel sind ja eh die anderen "schuld". Daher der Untertitel "Autofahrer... denn sie wollen nicht wissen was sie tun".

Mittlerweile vergleiche ich den Straßenverkehr mit der Schulmedizin - alle behandeln das Symptom aber keiner die Ursache. So werden die Verkehrsregeln den immer uninteressierteren und dadurch schlechter werdenden Autofahrern durch Tempolimits usw. angepasst, anstelle die Fahrer besser auszubilden. Die Kenntnis der Verkehrsregeln sowie der technischen Bedienung eines Kraftfahrzeuges macht aber leider noch keinen guten Autofahrer.

Soweit zu meiner Vorstellung und der meines Blogs. Neben meinen Erlebnisberichten, interessanten Fremdberichten, Videos und Fahrtipps poste ich auch gerne Eure, schickt sie mir einfach zu oder postet sie in den Kommentaren. Bitte beachtet dabei die Netiquette www.uni-leipzig.de/netz/netikett.htm sowie den Datenschutz, da ich ansonsten zensieren muss... Danke!


Die Kunst des Autofahrens ist es,
so langsam wie möglich der Schnellste zu sein.
(Emerson Fittipaldi)


Gib Gas und hab Spaß,
Astrid Gerda
Schreckgespenst der Ahnungslosen und seit vielen Jahren in der niedrigsten Schadenfreiheitsklasse mit derzeit 0 Punkten unterwegs ;-)